Therapieformen

Topische Therapie

Die topische Therapie, d.h. die Anwendung äußerlicher Präparate wie Gele, Cremes, Salben oder Tinkturen ist die sicherlich umfangreichste Therapie in der Dermatologie. Hierbei ist nicht nur die Wahl des richtigen Wirkstoffes von Bedeutung, sondern auch die Wahl der richtigen Salbengrundlage (Galenik). Weiterhin werden Sie von uns ggf. begleitende Pflegeprodukte empfohlen bekommen. Eine gute Basistherapie (regelmäßige Anwendung von passenden wirkstofffreien Cremes oder Salben und den entsprechenden Reinigungsprodukten) macht zum großen Teil den Erfolg einer Therapie und die langfristige Besserung eines Krankheitsbildes aus.

Systemische Therapie

Manchmal ist die Erkrankung jedoch so ausgeprägt, dass eine topische Therapie alleine nicht mehr ausreichend ist. In diesem Fall steht uns für viele Krankheitsbilder eine gewisse Anzahl an sogenannten Systemtherapien zur Verfügung.

Die bedeutet, dass sie als Patient ein Medikament regelmäßig einnehmen oder auch subkutan Spritzen müssen (z.B. in das Fettgewebe der Bauchhaut). Die Häufigkeit der Anwendung unterscheidet sich bei den Präparaten stark. Oftmals ist eine vorausgehende Labordiagnostik und ggf. weiterführende Untersuchungen auch bei anderen Facharztgruppen oder beim Hausarzt notwendig, bevor eine Systemtherapie gestartet werden kann. Sie werden die Details und die für Sie in Frage kommenden Systemtherapien im Arztgespäch erfahren.

Operative Therapie

Die operative Therapie umfasst die Entfernung verdächtiger Pigmentmale, die Gewebeentnahme von erkrankter Haut sowie die kosmetische Entfernung gutartiger störender Hautveränderungen (s.u.).

Zunächst wird die zu behandelnde Stelle desinfiziert und lokal betäubt. Nach entsprechender Einwirkzeit erfolgt die operative Behandlung so, wie es im Vorgespräch besprochen und dokumentiert wurde.

Selten zeigen sich jedoch intraoperative „Überraschungen“, so dass vom ursprünglichen Plan abgewichen werden muss. Dies wird natürlich sofort mit Ihnen besprochen.

Wichtig: bitte teilen Sie uns unbedingt mit, wenn es bedingt durch die lokalen Betäubungsmittel Zwischenfälle gab. Auch eine Latexallergie oder eine Pflasterunverträglichkeit sollten Sie uns unbedingt VOR der Operation mitteilen.

Im Anschluss an die Operation werden Sie ggf. notwendige Folgetermine für die Wundkontrolle und den Fadenzug erhalten.

Leitfaden zum Verhalten nach einer OP.

Kosmetische Operationen

Störende Hautveränderungen wie z.B. abstehende blasse Muttermale (dermaler oder epidermaler Naevus), Fibrome (weiche Bindegewebsvermehrungen, die oft an Stellen mit Reibung entstehen) oder seborrhoische Keratosen (Alterswarzen mit grau-brauner Farbe und rauher Oberfläche) können nach zuvor erfolgter Auflichtmikroskopie und damit Diagnosesicherung kosmetisch entfernt werden. Dies geschieht entweder in Lokalanästhesie mittels Betäubungsspritze oder in Oberflächenanästhesie mit Betäubungscreme.

Im Anschluss an die Betäubung wird die störende Hautveränderung entfernt. Dafür stehen verschieden Methoden wie Kurettage, Shave, Elektrokauterisation oder IPL Therapie zur Verfügung.

Die Wundtherapie erfolgt normalerweise trocken, d.h. Sie wechseln 1 x tgl das Pflaster, bis sich die Kruste gelöst hat. Bitte schützen sie die frische Wunde vor Wasser und Schmutz. Zum unkomplizierten Duschen stehen Duschpflaster zur Verfügung, die Sie in der Apotheke erhalten.

Bitte beachten Sie, dass kosmetische Operationen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, d.h. es handelt sich hierbei um eine IGeL-Leistung. Den Preis für die Behandlung erfahren Sie im Vorgespräch.

IPL (Intensed Pulsed Light)

IPL steht für Intense Pulsed Light und stellt ein Verfahren zur permanenten Haarentfernung bzw. Haarreduktion sowie zur Behandlung von Teleangiektasien („geplatzte Äderchen“ im Gesicht) und Pigmentflecken (Altersflecken) dar. Mit der IPL-Technik kann eine vergleichsweise große Fläche zügig behandelt werden. Die Ergebnisse sind von der Hautpigmentierung und der Pigmentintensität abhängig. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis muss je nach Körperregion und Individuum mit mehreren Behandlungen gerechnet werden.

Die IPL-Technik verwendet das komplette Spektrum einer Xenon-Lichtquelle, welches durch Einsatz von Filtern auf den notwendigen und für die Behandlung wirksamen Wellenlängenbereich zwischen 380 und 1400 nm eingeschränkt wird. Die Bestrahlung beträgt 5 bis 30 Joule/cm2 während der Blitzzeit von 20 bis 100 Millisekunden. Die Technik hinterlässt keine Verletzung der Haut, lediglich eine Rötung der Haut nach der Behandlung ist für 1-2 Stunden normal. Bei gebräunter Haut kann es zu Pigmentverschiebungen kommen, weshalb sie als Patient bei sonnigem Wetter bereits 6 Wochen vor und natürlich auch nach der Behandlung einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+) auftragen sollten. Auf Grund dessen ist diese Therapie eine klassische Wintertherapie.

Bitte beachten Sie, dass die IPL Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, d.h. es handelt sich hierbei um eine IGeL-Leistung. Den Preis für die Behandlung erfahren Sie im Vorgespräch.